Nicolas Lindt

Schriftsteller & Ritualgestalter

«Ich schreibe Bücher, erzähle Geschichten und gestalte Rituale im Namen der Liebe.»

Wald, 24. Februar 2024   |   Die Luftpost
Wald, 24.02.2024   |   Die Luftpost

DIE LUFTPOST – AKTUELL

5 MINUTEN - VON MO-FR
Mein täglicher Podcast

Zum Bild: Ein Winterabend in Segnas

Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Freunde

Endlich kann ich es Ihnen verkünden: Mein täglicher Podcast «Fünf Minuten» ist jetzt eine App und ab sofort erhältlich. Nachdem ich vor etlichen Jahren von meinem älteren Sohn Julian in die Welt des Mac eingeführt wurde, hat nun mein jüngerer Sohn Lionel in vielen Freizeitstunden die App für mich produziert. Beiden bin ich zu grossem Dank verpflichtet.

Wie kam ich auf die Idee einer App? Vielleicht erinnern Sie sich - anfänglich habe ich meine Podcast-Beiträge frei gesprochen. Aber das vermochte mich auf die Dauer nicht zu befriedigen. Als Schriftsteller möchte ich das, was ich erzähle, in möglichst präzise, bildstarke Worte fassen, und so wechselte ich zur schriftlichen Formulierung - dies auch im Hinblick auf eine spätere Buchveröffentlichung. 

Seither haben die «Fünf Minuten» an Tiefgang und Qualität aus meiner Sicht noch gewonnen. Ich entschloss mich deshalb, dem Podcast ein entsprechend professionelles Gefäss zu verleihen. Auf diese Weise haben Sie einen viel direkteren Zugang zu den «Fünf Minuten» als bisher. Die App enthält auch sämtliche bisherigen 350 Folgen - zum Hören und Wiederhören zuhause oder wo Sie gerade sind. Und jede neue Folge wird durch eine kurze Push-Nachricht angekündigt. 

Inhaltlich ändert sich grundsätzlich nichts. Täglich von Montag bis Freitag sende ich irgendwann am Tag - es kann Abend werden - eine neue Geschichte, eine Beobachtung, einen Gedankengang. Der Freitag gehört auch künftig einer weiteren Folge meiner «Zeitpunkt»-Serie «Als ich mich in die Welt verliebte».  Alle zwei Wochen und manchmal spontan folgt ein aktueller Beitrag zum Zeitgeschehen, dessen Textversion auch im «Zeitpunkt» erscheint. Dann werde ich zum politisch engagierten Autor. Das war schon immer eine Seite von mir. Doch primär bin ich ein Schriftsteller, der keine «Essays» schreibt, sondern eher Gedankengänge - und vor allem Geschichten. Geschichten, die immer auch eine Botschaft enthalten. Eine «höhere» Botschaft, wenn man so will. So verstehe ich auch die «5 Minuten».

Mein Podcast war bisher kostenlos. Die App kostet einmalige 20 Franken. Dafür bekommen Sie mehrere Hundert Geschichten, die das Leben schrieb - und täglich werden es mehr. Eine auch nur annähernd vergleichbare Quelle von Geschichten, Beobachtungen und Gedanken in diesem Ausmass habe ich nirgends gefunden, was mich durchaus mit Stolz erfüllt. Es würde mich deshalb glücklich machen, wenn Sie die «Fünf Minuten» auch in Zukunft nicht missen möchten. In der Box rechts finden Sie die Angaben für den Download. Wer kein Handy besitzt, das eine App herunterladen kann, darf sich gern bei mir melden.

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Dezember 2023 und Januar 2024

9.1.24  DIE BAUERN SIND NICHT SO, WIE WIR SIE GERNE HÄTTEN 

Dass die Bauernproteste in Deutschland von den Mainstreammedien in die rechtsextreme Ecke geschoben wurden, war zu erwarten. Auch Schweizer Medien haben sich der Verunglimpfung angeschlossen. Der Tages-Anzeiger stellt die überhebliche Frage, warum die deutschen Landwirte «wütend sind, obwohl es ihnen doch gut geht»?

Interessanterweise aber kommt die Kritik auch von Kreisen, die sich über den Aufstand der Bauern eigentlich freuen müssten. Manche Bürgerrechtskämpfer können den Bauernprotest nur halbherzig unterstützen. Eine Solidarisierung fällt ihnen schwer, denn die Bauern - auch in der Schweiz -, das sind doch dieselben, die sich gegen strengere Pflanzenschutzregeln stellen? Dieselben, die sich härteren Tierschutzbestimmungen widersetzen?

Hören Sie dazu meinen Podcast vom 9.1.24 oder lesen Sie die Textfassung im Zeitpunkt

 

5.12.23 WOLLEN WIR 10 MILLIONEN?

Das Jahr 2023 endete für die Schweiz mit einer Rekordzahl, deren Folgen uns noch viel zuwenig bewusst sind: Nahezu 100’000 Menschen sind letztes Jahr netto in die Schweiz eingewandert. Damit rückt die verhängnisvolle Konsequenz einer 10-Millionen-Schweiz näher und näher.

Nach wie vor stammen die meisten Einwanderer aus Italien, Frankreich – und vor allem aus Deutschland. Immer mehr Deutsche emigrieren aus ihrer Heimat, und sie kommen nicht allein deshalb zu uns, weil sie in der Schweiz mehr verdienen. Genauso entscheidend ist, dass sie sich in Deutschland immer unfreier fühlen. Insbesondere deutsche Intellektuelle, die vom Mainstream ausgegrenzt werden, weil sie nicht konform denken, flüchten geradezu ins Schweizer Exil.

Bereits in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Nazis die Macht ergriffen, kam es zu einem Exodus deutscher Dichter und Denker in unser Land – in einem viel grösseren Ausmass natürlich als heute. Wie zwei Exilanten aus Nazideutschland in der Schweiz seinerzeit eine neue Heimat fanden, habe ich vor zwei Jahren in einem Beitrag für die «Ostschweiz» geschildert: Die Casa Pantrova - das Haus der Roten Zora.

Das Thema der aktuellen Zuwanderung hat mich auch in meinem Podcast beschäftigt. In meinem Gedankengang versuche ich eine Antwort auf die Frage zu geben, warum es Landsleute gibt, die gegen eine 10-Millionen-Schweiz keine Bedenken haben.

Hören Sie den Podcast vom 5.12.23 oder lesen Sie die Textfassung im Zeitpunkt

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11.1.24 AUS ISRAEL

Darf ich schweigen über das, was am Wichtigsten wäre? Gedanken nach einer unerwarteten Begegnung. 

Hören Sie den Podcast vom 11.1.24

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15.1.24 ANGELA

Ein Armeehelikopter auf dem Weg zum WEF in Davos hatte vor einigen Jahren eine Panne. Oberhalb unseres Dorfes musste er notlanden. Ich war unterwegs mit dem Hund - und der einzige Zeuge…

Hören Sie den Podcast vom 15.1.24 oder lesen Sie die Textfassung im Zeitpunkt

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12.12.23 DER WERKZEUGKOFFER

Eine Panne auf der Internationalen Raumstation ISS vor einigen Wochen inspirierte mich zu dieser kleinen Geschichte. 

Hören Sie den Podcast vom 12.12.23 oder lesen Sie die Textfassung im Zeitpunkt

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30.12.23 WENN DIE SONNE NICHT WIEDERKÄME

«Das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich, obwohl es ein ewig gültiges Buch ist, eines, das nie vergriffen sein dürfte. «Wenn die Sonne nicht wiederkäme» heisst die Geschichte darin, und geschrieben hat sie der Westschweizer Dichter Charles Ferdinand Ramuz 1937. Zwei Jahre später begann der Zweite Weltkrieg. 

Der Schauplatz: Ein winziges Bergdorf im Wallis, weit über dem Tal, von Auge kaum sichtbar, halb verdeckt durch eine vorgeschobene Bergkuppe, umringt von hoch auf ragenden Felszinken — derart, dass das Dörfchen den ganzen Winter ohne Sonne auskommen muss…» 

Der ganze Text ist erschienen – neben vielen anderen interessanten Beiträgen – in der 10. Nummer der Zeitschrift «Die Freien». Hier erhältlich! 

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Wie können Sie meine Arbeit unterstützen? 

Indem Sie mir eine Spende zukommen lassen? Nein! 
Ganz einfach: Indem Sie ein Buch von mir lesen.
Indem Sie meine App «Fünf Minuten» auf Ihr iphone oder Smartphone laden 
Oder indem Sie einen Geschichtenabend mit mir bei sich zu Hause veranstalten.  

> Eine Übersicht über meine Bücher finden Sie HIER oder - mit Bestellmöglichkeit - in meinem Online-Buchladen

> Die neueren Werke erhalten Sie auch online - als Print oder E-Book - und auf Bestellung in jeder Buchhandlung. Einige Bezugsquellen: 

Orell Füssli
Ex Libris
Amazon
ZO-Shop (alle)

Als Hörbuch erhältlich
«Die Ungehorsamen» bei audibleXinxii oder auf Spotify
«Der Tag, an dem ich beschloss, mich zu ändern» bei audible

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Frühere Beiträge
November 2023

30.11. Mein Offener Brief an Roger Köppel
Was er bewirkte - und nicht bewirkte 

Nur wenige Minuten, nachdem Roger Köppel meinen Offenen Brief an ihn – «Das Versagen eines kritischen Denkers» – erhalten hatte, telefonierte er mir, und wir führten ein mindestens halbstündiges engagiertes Gespräch über meine Kritik an seiner einseitigen Parteinahme für Israel. Meine Meinung teilte er nicht, doch er nahm meine Argumente ernst und bat mich am Ende des Gesprächs, ihm für die «Weltwoche» Namen von jüdischen Journalisten aus Israel zu nennen, die im Unterschied zu seinem proisraelischen Korrespondenten Pierre Heumann eine regierungskritische Haltung einnehmen. 

In der Folge erhielt ich von oppositionellen jüdischen Stimmen aus Zürich mehrere Namen, die ich an den Weltwoche-Chefredaktor weiterleitete. Zu meiner Enttäuschung scheint er keinen dieser Journalisten in Israel kontaktiert zu haben. Sein einziger Gewährsmann in der Region bleibt weiterhin Pierre Heumann.

Inuzwischen erkenne ich auch bei Roger Köppel eine zaghaft kritische Haltung, die ihn sogar zur Frage veranlasste: «Dürfen die Israeli in Gaza machen, was sie wollen?» Er zitierte die Aussage des UNO-Generalsekretärs, dass die Hamas-Attacke nicht «im luftleeren Raum» erfolgt sei - also eine Vorgeschichte hat –, und er zeigt sich besorgt über den unendlichen Hass, den die Israeli mit ihrer Invasion bei den Palästinensern schüren. 

Im nächsten Satz steht er wieder ganz hinter Israel – um sich dann auf die bequeme, unangreifbare Haltung zurückzuziehen, der Konflikt sei «kompliziert» und erlaube kein vorschnelles Urteil. Anstelle einer mutigen «anderen Sicht», wie er sie stets proklamiert, übernimmt er die proisraelische Propaganda der westlichen Medien - und enttäuscht damit all jene, die sich von ihm eine differenziertere Betrachtungsweise erhoffen.

Vielleicht aber ist er trotzdem der Wahrheitssucher, als den ich ihn kenne und schätze. Dann wird er möglicherweise - wie schon bei Corona - eines Tages bereit sein, seine Haltung zu überdenken.

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Wer mich fragt: Was macht dich so sicher, dass deine Haltung die richtige ist? - dem antworte ich, dass ich es einfach weiss. Schon vor 50 Jahren war für mich klar, wer die Schuld an dieser Tragödie trägt. Davon handeln zwei weitere Beiträge, die ich im Laufe des Novembers geschrieben habe:


7.11.  Wo Israel sein wahres Gesicht zeigt

Im Westjordanland wurde Israel nicht angegriffen. Da gab es keine Hamas-Attacke, die eine Vergeltung rechtfertigen würde. Trotzdem kennt die israelische Politik auch dort - buchstäblich - keine Grenzen. Die Geschichte der palästinensischen Familie von Abu und Aum Nayef. 

> Hören Sie meinen Podcast vom 7.11.23 oder die Textfassung im Zeitpunkt
 

14.11. Gibt es ein gutes Volk?

Nie zuvor haben so viele Menschen auf der Welt «Free Gaza» gerufen. Das Mitgefühl für die Palästinenser ist grösser denn je. Denn sie haben den Bonus der Unschuld.

> Hören Sie meinen Podcast vom 14.11.23 oder die Textfassung im Zeitpunkt

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31.10.  Das Loch im Zaun

Im Schatten des Nahen Ostens bin ich auf ein politisches - und menschliches - Schicksal im ferneren Osten gestossen, für das sich die Weltöffentlichkeit nicht mehr interessiert: Die burmesische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi hat in ihrem Kampf für die Demokratie bereits viele Jahre in Hausarrest oder Haft verbracht. Auch jetzt ist die bereits 78jährige in ihrem Haus wieder gefangen.

> Hören Sie meinen Podcast vom 31.10.23 oder die Textfassung im Zeitpunkt 

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21.11.  Ende der Diskussion

Früher einmal haben wir gern diskutiert. Das hat sich in den letzten drei Jahren geändert. Immer wieder mussten wir einsehen: Diskutieren bringt nichts. Weil zwischen den Standpunkten Welten sind. 

> Hören Sie meinen Podcast vom 21.11.23 oder die Textfassung im Zeitpunkt

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Oktober  DURCH DAS LAND DER SKIPETAREN

Albanien 2023 - Ein Reisebericht

In meinem Podcast «Fünf Minuten» berichtete ich am 23.10. über meinen Aufenthalt in Albanien - ein wunderbares Land 30 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur, deren Spuren immer noch sichtbar sind.

> Die Bilder zum Reisebericht finden Sie noch wenige Tage hier. Wenn Albanien Sie interessiert: Hören Sie meinen Reisebericht und schauen Sie sich die Bilder an!